Fritz Walter und die roten Jäger in Schweidnitz 

Bevor wir nach Schweidnitz gefahren sind, hat uns Frau Bossung-Winkler den Anfang einer Geschichte über den Kaiserslautern Spieler Fritz Walter erzählt. An der Kirche in Schweidnitz, nach der Busfahrt, hat sie die Geschichte fortgesetzt:
Fritz Walter war ein berühmter deutscher Fußballspieler, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft und Held des „Wunders von Bern“ bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Er und seine Fußballkameraden nannten sich die roten Jäger und trotz des Krieges spielten sie regelmäßig Fußball zum Beispiel in Trainingslagern oder an ihren Einsatzorten. Im Jahr 1945 waren sie in Schlesien. In Schweidnitz spielten sie gegen andere Soldaten und während des Spiels wurden sie von einem sowjetischen Jagdbomber überrascht. Eine Bombe verfehlte das Spielfeld nur um 100 Meter. Fritz Walter überlebte dieses Eeignis und kurz danach endete der Krieg. Er und seine Kameraden mussten  flüchten, um nicht bei den Sowjets in Kriegsgefangenschaft zu geraten und nach Sibirien deportiert zu werden. Sie schafften es und ließen sich von den Amerikanern gefangen nehmen. Diese allerdings übergaben sie wieder an die Sowjets.  Mit großem Glück entging er dem ersten Transport nach Sibirien. Während er auf den nächsten warten musste, sah er,cdsss seine Bewacher Fußball spielten. Als der Ball zu ihm rollte, trat er dagegen. Die Bewacher forderten ihn auf mitzuspielen und die anderen Mitspieler erkannten sein Talent sofort. Sie sympathisierten stark mit ihm auf Grund dessen, dass er ein deutscher Nationalspieler war und verhinderten sogar, dass er nach Sibirien in die Gefangenschaft musste. Anderen rote Jäger hatten leider weniger Glück und starben in Sibirien. Nur aufgrund des Spiels mit seinen Wachmänner ist er dem Tod entkommen.

Christian Saller – 30.06.2025