Abiturtreffen des Abi-Jahrgangs 2001 am HPG 2026
Am Samstag, den 16. Mai 2026, fand am HPG das Treffen des Abiturjahrgangs 2001 statt. Es wurde an der alten Schule eine nette, lustige, gesprächsintensive, erinnerungsreiche und zum Teil auch emotional berührende Veranstaltung.

Vieles hat sich in der Zwischenzeit verändert. Manche Ehemalige waren wirklich 25 Jahre nicht mehr an ihrer alten Schule. Umso mehr blühten innere Bilder, Gefühle, Gedanken, Gerüche, Worte und Lehrer-SchülerInnen-Eindrücke wieder auf. Im gemeinsam durchlaufenden Erfahren der neuen und alten Schule wurden viele lebhafte Gespräche geführt. Und das frühere HPG – damals noch nicht brandschutzgesichert, vielfältig verglast und vertürt, sondern mit weit offenen Durchgängen auf allen Stockwerken die Laufwege ungesichert freilassend – wurde im Vergleich der individuellen inneren Bilder mit den neu gestalteten äußeren Realitäten lebhaft diskutiert. Vieles, was neu ist, gefällt; manches Neue wurde oft sofort bemerkt. Einiges wurde kritisch auf seine Notwendigkeit befragt. Den Hinweis, dass es keine kuschlig-schmutzig-verräucherte, aber sozial-kommunikative nebelschwadendurchzogene Raucherecke mehr gibt, wurde mit nicht wenigen Erinnerungen an die frühere Zeit mit noch vorhandener Raucherlaubnis hingenommen. Natürlich wusste man als Alt-HPGler noch gut, wer im Lehrerbereich Teil der damaligen schulischen Rauchergemeinde war und wo diese Lehrkräfte ihre Rauchpausen zelebrierten. Auch dass der MSS-Raum für einen Computersaal im Altbau aufgegeben wurde, dafür aber neu im Nebenbau eingerichtet werden konnte, wurde, durch die verflossene Zeit distanziert, gelassen akzeptiert. Sicher war eine Hilfe die Erinnerung daran, dass der frühere MSS-Raum im Altbau-Keller sehr oft einer ganz besonderen Sauberkeitspflege bedurfte. Und es nicht immer leicht war zu klären, wer bereit war, diese Pflege nun wirklich zu übernehmen. Ein Highlight war ein am Ende beklatschter Film, der um die Abiturzeit 2001 von Mitgliedern des Jahrgangs über die damalige MSS 13 gedreht wurde und in der neuen Mediothek, heute Raum 219, gezeigt werden konnte. So saßen die ehemaligen SchülerInnen in 219 eng gedrängt sich selbst in der alt-neuenSchule gegenüber, ihre jüngeren Iche mit ihren damaligen Träumen ihnen selbst durch einen Beamer vorgespiegelt auf der Monitorleinwand zwischen nun flexiblen Tafelflügeln. Damals, 2001, war das alles noch nicht vorhanden, technisch auch noch nicht möglich in dieser Form. Insgesamt wurde durch die Erkundungen auf den sicherungsverglasten HPG-Fluren klar: so, wie die Menschen, die ihre Schule vor 25 Jahren verlassen haben, sich wandeln und zum Teil erst gegenseitig neu wiedererkennen müssen – so wandelt sich auch das HPG durch die im Leben unentwegt mitlaufenden Herausforderungen; und das neue HPG kann mit alten Erinnerungs-Augen aufgefrischt neu wiederentdeckt werden. Dass die Wandlung als insgesamt gut, sinnvoll, kreativ beurteilt wurde, freut die Schule. Nicht wenig Mühe, Zeit und Engagement von vielen Kräften steckt in den verschiedensten Veränderungsarbeiten. Es war schön, dass dieses „Fest der Erinnerungen“ im gemeinsamen Austausch begangen werden konnte.
Allen, die da waren oder auch an diesem Tag leider nicht da sein konnten, wünschen wir weiter viel Glück auf ihren Lebenswegen. Immer sind Sie hier willkommen. Auch den heutigen Kindern am HPG von Eltern, die damals Kinder und Jugendliche am HPG waren, wünschen wir, dass sie eine schöne und sinnvolle Zeit an ihrer jetzigen, und auf Seiten der Eltern vergangenen, Schule verbringen können. Rückblickend kommt auch die Erinnerung: Das Jahr 2001 war politisch ein ganz besonderes Jahr durch das Attentat auf die beiden Türme in den USA. Es war ein Schock. Vieles hat sich weltpolitisch seit damals verändert. KollegenInnen, die die Mitteilung des Attentats unmittelbar in der Schule erhielten, wissen noch sehr genau, was sie zu diesem Zeitpunkt in der Schule gemacht haben; und welche Befürchtungen individuell aufkamen. Ich persönlich erinnere mich, dass ein Kollege spontan der Überzeugung war, dass das Attentat auf das World-Trade-Center ein verspäteter Racheakt der Japaner für den Atombombenabwurf auf Hiroshima sei. Eine Kollegin, die durch Zufall die Bilder im Fernsehen sah, dachte, wieso man schon am hellen Tag solche Action-Bilder zeigen müsse. Erst dann realisierte sie, dass es sich nicht um einen Spielfilm handelte. Viele Gerüchte und seltsamste Vermutungen waren schnell im Umlauf. Die folgenden Tage wurden geprägt von sorgenvollen Gesprächen um die Ereignisse in den USA und den möglichen globalen Folgen. Keine Altersstufe in der Schule blieb frei von den Nachrichten, Bildern und Stimmungen. Zu allgegenwärtig war, was geschehen war. Dass am Samstag, den 16.05. 2026, fünfundzwanzig Jahre später, der damalige Abitur-Jahrgang am Ende der gemeinsamen Schulbesichtigung dann seine im HPG-Archiv aufbewahrten Abiturarbeiten persönlich mitnehmen konnte – freundlich, lebendig, quirlig-bewegt, zum Teil mit lustigen oder sarkastischen Kommentaren über sich selbst – ist ein glücklich-heller Gedanke gerade auch vor dem Hintergrund damaliger dunkler Sorgen.
Fes

